Von der Bienenhütte zum Bio-Bienenstall

Die beiden Christians waren schon in der Kindheit dicke Freunde. Schon damals verbrachten sie des Öfteren Zeit in „der Neustift“, wie man das Wochenendhaus der Eltern von Christian Kerschner gerne nannte. Und neben diesem Holzhaus gab es schon immer eine Bienenhütte die ein erfahrener Imker betrieben hat. Als dieser dann in den Ruhestand ging schenkte er die alte baufällige Hütte Christian Kerschner Dieser dachte daran eine Gerätehütte daraus zu machen.

 

Christian, Helena, Christian und Angela im Bienenstall
v.l.n.r.: Christian Gallistl, Helena Gallistl, Christian Kerschner und Angela Kerschner

Die Idee


Mittlerweile waren die Jugendfreunde in festen Händen und so wurde mit Helena und Angela aus dem Duo ein Quartett. Bei einem Spaziergang in der Neustift kam man an der teilweise renovierten Bienenhütte vorbei und Christian Gallistl schlug vor, gemeinsam ein Bienenprojekt zu beginnen. Zu zweit geht alles leichter und es brauchte nicht viel Überredungskunst und Christian Kerschner war Feuer und Flamme. Dies war noch bevor Bienenschutz in aller Munde war, aber das Thema Nachhaltigkeit spielte dennoch eine große Rolle, immerhin unterrichtet Christian Kerschner ein ominöses Fach genannt „Ökologische Ökonomie“ an der Uni.

So kamen wir zu unserer Hütte


der renovierte Bienenstall in der Neustift

Nun kam es, dass Angelas Onkel auch der Obmann des lokalen Imkervereins ist. Der war begeistert als er von den Plänen der Christians hörte, suchte er doch schon seit Jahren Nachwuchs für die Imkerei in der Region. Nach seinen Anleitungen wurde die Bienenhütte renoviert und für moderne Betriebsweisen mit Zargen umgebaut. Ohne den Onkel Franz geht auch heute noch nichts im Bienenprojekt der Christians, denn bei jedem der rücksichtsvollen Eingriff in die Völker ist er mit Rat und Tat zur Stelle. Bevor man aber überhaupt an den erneuten Bieneneinzug denken konnte, wurde kräftig gesägt, geschraubt und gehämmert. Bald war es soweit und sechs eifrige Bienenvölker zogen ein – natürlich aus biologischer Haltung. Und damit die Neuankömmlinge auch genug zu sammeln hatten, wurden in der Neustift noch kräftig Weiden gepflanzt und eine spezielle Wildblumenwiese gesät.

 

Angela und Helena, sind auch tatkräfig mit dabei. Damals wurden die Jungs angefeuert und nach getaner Arbeit verpflegt und heute beteiligt frau sich an der Vermarktung des Honigs. Man war auf der Suche nach einem gemeinsamen Namen für das Projekt und somit auch den Biobetrieb. Alles begann mit der besagten Bienenhütte und somit lag es auf der Hand diese in den Namen einzubinden. Und schließlich hatte Helena einen originellen Einfall und aus der Hütte wurde ein Stall – auch wenn unsere Bienen natürlich frei fliegend sind.